Testimonials - Stimmen und Begleiter von LebensWeGe

- LebensWeGe im Kloster Kirchheim am Ries erfährt breite Unterstützung und große Resonanz.

Menschen aus Kirche, Kommune, Wirtschaft und Zivilgesellschaft begleiten das Projekt mit ihrer Erfahrung, ihrer Haltung und ihrem Vertrauen. Ihre Stimmen spiegeln die Überzeugung wider, dass hier an einem besonderen Ort ein zukunftsfähiges, gemeinschaftliches Wohnmodell mit Strahlkraft entsteht.

Julia Neuenschwander 

Präsidentin von „erfahrbar“ (CH)

„LebensWeGe kann zu einem beispielhaften Modell für die Weiterentwicklung von Klosteranlagen werden – sowohl sozial als auch wirtschaftlich tragfähig."

Julia Neuenschwander, 1984, Nonprofit-Managerin, Referentin, Beraterin für gemeinschaftliche Wohnprojekte, Politikerin, verheiratet, zwei Kinder. Sie lebt seit 2018 gemeinschaftlich, ist Präsidentin des Mehrgenerationenwohnen erfahrbar (www.erfahrbar.ch) beim Kloster Fahr. Know-How und Erfahrung in Nutzungsentwicklung von Immobilien, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Konfliktmangement, Fundraising, Change Management.

Frau Neuenschwander, „erfahrbar“ gilt heute als gelungenes Beispiel für ökumenisches Mehrgenerationenwohnen in einem Klosterensemble.
Was war Ihre ursprüngliche Vision – und was ist davon heute konkret Wirklichkeit geworden?

Unsere Vision war von Anfang an, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen verschiedener Generationen bewusst miteinander leben – getragen von christlichen Werten, aber offen und zeitgemäß. Das christliche Glaubensbekenntnis ist unser gemeinsamer Nenner,  gibt Halt und Sinn. Heute sehen wir, dass dieses Miteinander gelingt: Familien, ältere Menschen und Singles teilen diesen Ort, gestalten Gemeinschaft und lassen zugleich Raum für Individualität. Besonders berührt mich, wie selbstverständlich Nachbarschaft und gegenseitige Unterstützung hier gelebt werden – ohne Zwang, sondern aus Überzeugung.

Wie erleben Sie die Gemeinschaft im Alltag? Was unterscheidet „erfahrbar“ aus Ihrer Sicht von klassischen Wohnformen?

Der große Unterschied liegt im bewussten Miteinander. Gemeinschaft wird erfahrbar, weil sie strukturell, räumlich, zeitlich und sozial möglich gemacht wird, nach dem Mass wie jede/r es möchte: Gemeinschaft kann durch niederschwellige Begegnungen im Haus, in der Waschküche, dem großen Eingang mit Cafeteria und Cheminée, im Flur, beim Spielplatz, spontanen Aktivitäten entstehen und wird auch aktiv gepflegt durch gemeinsame Anlässe, Gebet, zusammen das Haus und Garten pflegen usw.Niederschwellige Hilfeangebote (Pakete annehmen, spontane Kinderbetreuung, zum Arzt fahren) sind möglich, erfolgen jedoch auf freiwilliger Basis/ohne Erwartungshaltung. Wir respektieren die persönlichen Grenzen jeder und jedes Einzelnen. Eine Verteilung der gemeinsamen Aufgaben (nach dem Modell Selbstverwaltung) und eine Vereinssatzung gibt uns einen hilfreichen Rahmen.

„erfahrbar“ wird von einem werteorientierten Finanzträger begleitet.
Welche Bedeutung hat ein solcher Investor für den langfristigen Erfolg eines Projekts wie diesem?

Ein werteorientierter Investor ist für ein Projekt wie „erfahrbar“ von zentraler Bedeutung. Es braucht einen Partner, der versteht, dass wirtschaftliche Tragfähigkeit und soziale Wirkung zusammengehören. Unser Finanzträger denkt langfristig, respektiert die Idee der Initianten ohne darauf Einfluss zu nehmen bei der Umsetzung und ermöglicht stabile Rahmenbedingungen. Diese Haltung gibt Sicherheit – für die Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie für die Weiterentwicklung des Projekts. Ohne diese Übereinstimmung der Werte wäre ein solches Modell kaum nachhaltig umsetzbar.

Frau Neuenschwander, Sie begleiten aktiv und partnerschaftlich die Projektguppe LebensWeGe, die sich aufmacht im Koster in Kirchheim am Ries ein sehr ähnlich strukturiertes Projekt auf die Beine zu stellen. Wie sehen Sie das Potential von LebensWeGe in Kirchheim?

Ich sehe in LebensWeGe ein sehr großes Potenzial. Zum einen ist der Ort außergewöhnlich: Das Kloster Kirchheim am Ries verbindet historische und geistlichen Tiefe, landschaftliche Schönheit und eine starke lokale Verankerung. Solche Orte bringen bereits viel von dem mit, was gemeinschaftliches Wohnen braucht – Ruhe, Identität und einen sinnstiftenden Rahmen.

Zum anderen erlebe ich die Projektgruppe als sehr reflektiert, lernbereit und realistisch. Sie greift Erfahrungen aus bestehenden Projekten auf, ohne sie einfach zu kopieren, und entwickelt daraus einen eigenen Weg, der zur Region und zur kirchlichen Situation vor Ort passt.

Wenn es gelingt, diesen Prozess weiterhin sorgfältig, partnerschaftlich und mit einem werteorientierten Finanzierungspartner zu gestalten, kann LebensWeGe zu einem beispielhaften Modell für die Weiterentwicklung von Klosteranlagen werden – sowohl sozial als auch wirtschaftlich tragfähig.

 

 

Joel Blunier

Geschäftsführer der Pensionskasse PROSPERITA

„Werteorientierte Wohnprojekte in historischen Gebäuden können für institutionelle Investoren attraktiv sein – vorausgesetzt, sie sind professionell strukturiert, langfristig angelegt und gesellschaftlich überzeugend.“

Herr Blunier, PROSPERITA hat das Wohnprojekt „erfahrbar“ im Umfeld des Klosters Fahr als Investor begleitet. Was hat Sie als Pensionskasse bewogen, sich auf ein solches Projekt einzulassen?

Für PROSPERITA stehen langfristige Stabilität, Werthaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung im Mittelpunkt unserer Investitionsentscheidungen. Das Projekt „erfahrbar“ hat uns überzeugt, weil es eine nachhaltige Nutzung bestehender Bausubstanz mit einem klaren sozialen Mehrwert verbindet. Solche Projekte sind aus unserer Sicht gut geeignet für die berufliche Vorsorge, weil sie langfristig gedacht sind, stabile Mietverhältnisse schaffen und inhaltlich glaubwürdig getragen werden.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Zusammenspiel von Gemeinschaftskonzept, Betreiberstruktur und Investor im Projekt „erfahrbar“ gemacht?

Entscheidend ist ein klar definiertes Rollenverständnis. Im Projekt „erfahrbar“ gibt es eine engagierte Trägerschaft, transparente Strukturen und eine Gemeinschaft, die Verantwortung übernimmt. Für uns als Investor ist das ein wichtiger Faktor, weil es die langfristige Stabilität des Projekts stärkt. Wenn soziale Idee, professionelle Umsetzung und wirtschaftliche Vernunft zusammenkommen, entsteht ein tragfähiges Gesamtmodell.

Was würden Sie aus Investorensicht einem Projekt wie LebensWeGe im Kloster Kirchheim am Ries mit auf den Weg geben?

Projekte wie LebensWeGe haben großes Potenzial, wenn sie von Anfang an klar strukturiert, realistisch geplant und werteorientiert geführt werden. Wichtig ist eine fundierte Machbarkeitsstudie, eine transparente Organisationsform und eine Trägerschaft, die langfristig denkt. Für Investoren sind solche Rahmenbedingungen entscheidend – dann kann ein Projekt sowohl gesellschaftlich sinnvoll als auch wirtschaftlich verantwortbar sein.

Sr. Irene Gassmann OSB

Priorin des Benediktinerinnenkloster Fahr in der Schweiz

„Solche Projekte sind Investitionen in die Zukunft – nicht nur in Gebäude, sondern in soziale Stabilität, Gemeinschaft und Sinn."

Sr.  Irene Gassmann OSB ist Priorin des Benediktinerinnenklosters Fahr bei Zürich. Unter ihrer Verantwortung wurde das ökumenische Mehrgenerationen-Wohnprojekt „erfahrbar“ initiiert und erfolgreich umgesetzt. Sie steht für eine benediktinische Spiritualität, die Offenheit, Gastfreundschaft und zeitgemäße Formen des gemeinschaftlichen Lebens verbindet.

Sehr geehrte Priorin Irene,
Sie haben sich in Ihrem Kloster für ein ökumenisches Mehrgenerationenwohnen entschieden. In der ehemaligen Bäuerinnenschule leben heute im „Erfahrbar“ Menschen verschiedener Generationen – Familien, Seniorinnen und Senioren sowie Singles.
Welche Erfahrungen haben Sie mit diesem Schritt gemacht?

Mit den Bewohnerinnen und Bewohnern von „erfahrbar“ pflegen wir Schwestern eine wunderbare Nachbarschaft. Dieses frische Leben in der ehemaligen Schule des Klosters ist für uns und das gesamte Areal eine Bereicherung. Einmal im Monat treffen wir uns für ein gemeinsames Abendgebet mit anschließendem Impuls und Gespräch. Unsere Nachbarn wollen von unserer benediktinischen Spiritualität lernen. Wir kommen auf dieser spirituellen Ebene in Austausch. Wir entdecken dabei: gemeinschaftliches Wohnen und klösterliche Spiritualität können sich sehr gut ergänzen und gegenseitig stärken. Eine weitere „Brücke“ für Kontakte sind die Kinder. Unsere betagten Mitschwestern leben auf, wenn sie die Kinder im Garten spielen sehen. Die Kinder wiederum freuen sich, wenn sie Schwestern begegnen und sagen wie selbstverständlich: „Das ist auch eine von unserem Kloster!“

Aus heutiger Sicht:
Was braucht ein solches Projekt, damit es langfristig tragfähig ist – sozial, spirituell und auch wirtschaftlich? Welche Rolle spielt dabei ein werteorientierter Finanzierungspartner?

Entscheidend sind drei Dinge: eine klare Wertebasis, professionelle Rahmenbedingungen und Menschen, die den Gemeinschaftsgedanken wirklich mittragen. Es braucht eine klare Struktur und Ansprechpersonen für die verschiedenen Bereiche. Ebenso wichtig ist ein Finanzierungspartner, der diese Haltung teilt.
In unserem Fall trägt ein werteorientierter Investor das Projekt mit – jemand, dem nicht kurzfristige Rendite, sondern eine nachhaltige Nutzung und die soziale Qualität des Wohnens wichtig sind. Diese Übereinstimmung der Werte schafft Vertrauen und ist eine wesentliche Grundlage für langfristige Stabilität – auch wirtschaftlich.

LebensWeGe im Kloster Kirchheim am Ries orientiert sich an Ihrem Modellprojekt.
Was würden Sie Menschen sagen, die überlegen, ein solches Vorhaben ideell oder finanziell zu unterstützen?

Solche Projekte sind Investitionen in die Zukunft – nicht nur in Gebäude, sondern in soziale Stabilität, Gemeinschaft und Sinn. Wer hier unterstützt, trägt dazu bei, dass historische Orte lebendig bleiben und nicht museal werden. Diese neuen Lebensformen geben zugleich Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Fragen. Unsere Erfahrung zeigt: Der Mut, neue Wege zu gehen, lohnt sich.

Es freut uns, dass unser Projekt ausstrahlt und andere Menschen ermutigt, selber neue WeGe zu wagen. Karin Keil, Initiantin des Projekts im Kloster Kirchheim, ist seit Jahren mit unserer Gemeinschaft freundschaftlich verbunden und kommt immer mal wieder für kleine Auszeiten zu uns. So lernte sie das Projekt „erfahrbar“ kennen. Das weckte in ihr den Wunsch für eine gemeinschaftliche Lebensform an einem klösterlich geprägten Ort. Wir wünschen Karin und Klaus für ihr Projekt gutes Gelingen und Menschen, die dieses zukunftsgerichtete Projekt auf vielfältige Weise mittragen.

 

Priorin Irene Gassmann, Kloster Fahr, 11. Januar 2026 

Msgr. Dr. Heinz-Detlef Stäps

Domkapitular der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Leiter der Hauptabteilungen Ökumene und Glaubensfragen sowie Weltkirche

„LebensWeGe steht für eine verantwortungsvolle Entwicklung des Klosters Kirchheim – sozial, nachhaltig und mit Wirkung weit über die Gemeinde hinaus.“

Herr Msgr. Dr. Stäps, viele kirchliche Gebäude stehen heute vor der Herausforderung von Leerstand, Umnutzung oder sogar Verkauf. Welche Chancen sehen Sie in Projekten wie LebensWeGe für den verantwortungsvollen Umgang mit kirchlichen Kulturdenkmälern?

Kirchliche Gebäude sind mehr als Immobilien – sie sind Orte verdichteter Geschichte, Glaubenszeugnisse und sozialer Verantwortung. In der heutigen Situation braucht es neue, tragfähige Nutzungen, die diesen Charakter respektieren und zugleich zukunftsfähig sind.
Projekte wie LebensWeGe zeigen, dass Umnutzung nicht Verlust bedeuten muss, sondern eine Weiterführung des bisherigen Auftrags in zeitgemäßer Form sein kann: durch Wohnen, Gemeinschaft, soziale Verantwortung und Offenheit. Solche Modelle ermöglichen es, kirchliche Kulturdenkmäler zu erhalten und sie weiterhin in den Dienst der Menschen zu stellen.

LebensWeGe verbindet ökumenisches Mehrgenerationenwohnen mit christlichen Werten. Welche Bedeutung kann ein solches Modell heute für ein gelebtes christliches Miteinander haben?

Das gemeinsame Leben von Menschen unterschiedlicher Generationen, Lebensentwürfe und konfessioneller Prägungen ist ein starkes Zeichen gelebter Ökumene. Christlicher Glaube zeigt sich nicht nur im Gottesdienst, sondern vor allem im Alltag: im Teilen, im Zuhören, im Tragen von Verantwortung füreinander.
Ein ökumenisches Mehrgenerationenwohnen bietet genau dafür einen glaubwürdigen Rahmen. Es schafft Räume, in denen christliche Werte wie Nächstenliebe, Gastfreundschaft und Versöhnung konkret erfahrbar werden – ohne zu vereinnahmen, aber klar im christlichen Geist verwurzelt.

Welche Rolle können solche Wohn- und Lebensprojekte Ihrer Ansicht nach für die Kirche in einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels spielen?

Die Kirche steht heute vor der Aufgabe, neue Formen der Präsenz zu entwickeln – weniger durch Strukturen, mehr durch glaubwürdiges Handeln. Projekte wie LebensWeGe sind dafür ein wichtiges Beispiel.
Sie verbinden Spiritualität, soziale Verantwortung und bürgerschaftliches Engagement. Damit zeigen sie, dass Kirche auch heute Zukunft gestalten kann: als Partnerin für Kommunen, als Ermöglicherin von Gemeinschaft und als Akteurin, die gesellschaftliche Herausforderungen wie Einsamkeit, demografischen Wandel und den Umgang mit Kulturerbe aktiv aufgreift. Das ist ein starkes Signal – nach innen wie nach außen.

Danyel Atalay

Bürgermeister von Kirchheim am Ries

„LebensWeGe steht für eine verantwortungsvolle Entwicklung des Klosters Kirchheim – sozial, nachhaltig und mit überregionaler Wirkung"

Herr Bürgermeister Atalay, warum unterstützt die Gemeinde Kirchheim am Ries das Projekt LebensWeGe im Kloster Mariae Himmelfahrt?„LebensWeGe greift gleich mehrere Herausforderungen auf, vor denen ländliche Gemeinden heute stehen: den Erhalt bedeutender historischer Gebäude, die Schaffung von attraktivem Wohnraum und die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Das Projekt zeigt, wie ein Kulturdenkmal nicht nur bewahrt, sondern aktiv und zukunftsorientiert genutzt werden kann. Für Kirchheim am Ries ist das eine große Chance, das Klosterensemble als lebendigen Ort weiterzuentwickeln – im Einklang mit Geschichte, Landschaft und Gemeinwohl.“

Welche Bedeutung hat ein ökumenisches Mehrgenerationenwohnen für die soziale Entwicklung einer Gemeinde wie Kirchheim am Ries?

„Ein generationenübergreifendes Wohnprojekt wie LebensWeGe kann einen wichtigen Beitrag zum sozialen Miteinander leisten. Es bringt Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Lebenssituationen zusammen und fördert Begegnung, gegenseitige Unterstützung und Verantwortung füreinander. Besonders wertvoll ist dabei der offene, ökumenische Ansatz: Er schafft Gemeinschaft, ohne auszugrenzen, und stärkt das Zusammenleben in einer Zeit, in der viele Menschen nach Orientierung, Nähe und Verlässlichkeit suchen.“

Welche Perspektive sehen Sie für Investoren, die sich an einem Projekt wie LebensWeGe beteiligen?„LebensWeGe ist langfristig gedacht und breit getragen – von der Kirchengemeinde als Eigentümerin, von der Kommune, von Fachstellen des Landes und von einem engagierten Projektteam. Diese breite Unterstützung schafft Stabilität und Vertrauen. Für Investoren bietet sich hier die Möglichkeit, sich an einem nachhaltigen Projekt zu beteiligen, das wirtschaftliche Tragfähigkeit mit sozialer Verantwortung und kulturellem Erhalt verbindet. Gerade solche Projekte haben aus meiner Sicht Zukunft.“

„LebensWeGe zeigt, wie aus einem historischen Ort ein zukunftsfähiger Lebensraum werden kann – mit Bedeutung für Kirchheim, die Region und darüber hinaus.“

Winfried Mack

Mitglied des Landtags Baden-Württemberg

Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg seit 2001, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und langjährig in führenden Funktionen der Landes- und Fraktionsarbeit engagiert.

Herr Mack, Sie haben das Projekt LebensWeGe von Beginn an unterstützt. Was hat Sie persönlich und politisch an diesem Vorhaben überzeugt?

 „Ich kenne die Bedeutung des Klosters für den Ort und die Region sehr gut. Die Projektidee eines Mehrgenerationenwohnen im Klosterensemble verbindet auf überzeugende Weise den Erhalt eines herausragenden Kulturdenkmals mit einer zeitgemäßen Nutzung. Politisch halte ich solche Projekte für besonders wichtig, weil sie zeigen, wie ländliche Räume durch innovative Wohnformen gestärkt werden können – sozial, kulturell und nachhaltig.“

Welche Bedeutung hat LebensWeGe aus Ihrer Sicht für den ländlichen Raum und die Landesentwicklung?

 „LebensWeGe greift zentrale Herausforderungen unserer Zeit auf: den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum, den demografischen Wandel und den Umgang mit leerstehenden historischen Gebäuden. Das Projekt zeigt, dass es möglich ist, Denkmalschutz, Wohnraumschaffung und gesellschaftlichen Zusammenhalt zusammenzudenken. Genau solche Ansätze brauchen wir, um ländliche Regionen langfristig lebendig und attraktiv zu halten.“

Warum halten Sie LebensWeGe auch für förder- und investitionswürdig?

 „LebensWeGe ist kein Projekt von oben herab, sondern ein starkes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement, das Verantwortung für einen Ort und seine Zukunft übernimmt. Gerade in sozio-politischer Hinsicht sind solche Initiativen wichtig: Menschen bringen Zeit, Ideen und Kompetenz ein, um gemeinschaftliche Lösungen zu entwickeln. Das Projekt ist gut vorbereitet, fachlich begleitet und breit getragen – von der Kirchengemeinde als Eigentümerin, von der Kommune und von einer engagierten Projektgruppe. Die Unterstützung durch das Land, etwa über die Konzeptgutscheine, ist deshalb folgerichtig. Für Investoren entsteht hier ein verlässlicher Rahmen, in dem gesellschaftlicher Mehrwert, langfristige Stabilität und verantwortungsvolles Wirtschaften zusammenkommen.“

Thomas König

Vorsitzender des kath. Kirchengemeinderats Kirchheim am Ries

Herr König, das Kloster Mariae Himmelfahrt ist ein bedeutendes geistliches und kulturelles Erbe. Warum sieht die Kirchengemeinde in LebensWeGe eine gute Zukunftsperspektive für diesen Ort?

„Als Kirchengemeinde tragen wir eine besondere Verantwortung für das Kloster – nicht nur als Gebäude, sondern als Ort mit Geschichte, geistlicher Prägung und Ausstrahlung. LebensWeGe eröffnet die Möglichkeit, diesen Ort nicht nur zu erhalten, sondern ihn wieder mit Leben zu füllen. Das Projekt verbindet den respektvollen Umgang mit der historischen Substanz mit einer Nutzung, die den Menschen dient. Für uns ist das ein überzeugender Weg, das Kloster verantwortungsvoll in die Zukunft zu führen.“

Welche Bedeutung hat das ökumenische Mehrgenerationenwohnen von LebensWeGe aus kirchlicher Sicht?

„LebensWeGe steht für eine Form von Gemeinschaft, die gut zu unserem kirchlichen Auftrag passt: offen, zugewandt und nah bei den Menschen. Dass hier Menschen verschiedener Generationen und unterschiedlicher kirchlicher Prägungen zusammenleben sollen, sehen wir als große Chance. Der christliche Glaube wird dabei nicht abstrakt vermittelt, sondern im Alltag erfahrbar – durch gegenseitige Achtung, Verantwortung füreinander und gelebte Nächstenliebe. Genau solche Orte braucht Kirche heute.“

Warum unterstützt der Kirchengemeinderat das Projekt LebensWeGe auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Kommune, Fachstellen und Investoren?„LebensWeGe ist von Anfang an breit abgestützt: Die enge Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde, mit Fachstellen wie der Denkmalpflege und mit erfahrenen Partnern schafft Vertrauen. Für uns als Eigentümerin ist wichtig, dass das Projekt gut durchdacht, langfristig angelegt und wirtschaftlich tragfähig ist. Deshalb unterstützen wir den nächsten Schritt – die Machbarkeitsstudie – ausdrücklich. Wir sehen in LebensWeGe ein Projekt, das kirchliche Verantwortung, gesellschaftlichen Nutzen und verlässliche Rahmenbedingungen miteinander verbindet.“

„Die Projektidee des christlichen Generationenwohnen steht für uns für einen guten Weg, das Kloster als Ort des Glaubens, des Wohnens und der Gemeinschaft in eine gute Zukunft zu führen.“